Destruktive Passivität: ein Schlüssel zur Depression

Depressive Menschen fragen sich: Warum bin ich depressiv? Die sinnvollere Frage ist: Was habe ich dafür getan, mich in diesem Moment niedergeschlagen zu fühlen?

Lebendigkeit ist Aktion aus Emotion

Lebenslustige Menschen sind natürlich nicht automatisch lebenslustig.

  • Lebenslust kommt von Lebensbejahung.
  • Das Ja zum Leben ist nicht nur ein Wort.
  • Das Ja zum Leben ist ein aktiver Schritt in den Tag.
  • Aufstehen, sich aufrichten, aufrichtig sein mit sich und dem Leben.

Dies alles zählt zum Lebens-Ja.

Im Bett bleiben und im Gedankenkarussell sitzen – das ist destruktiv

Wie soll ein Mensch eine Perspektive für den Tag entwickeln, wenn alles um 90 Grad gedreht ist?

Liegend hat der Mensch physisch keine nach vorne gewandte Perspektive. Je nachdem, auf welcher Seite er im Bett liegt, geht es auf einer Seite steil bergab. Liegt der Mensch auf der rechten Seite, fällt das Zimmer nach rechts unten. Und umgekehrt. Liegt er auf dem Rücken und starrt zur Decke, ist er tatsächlich unterlegen.

Ruine

Passivität kann den Tag abreißen, bevor er begonnen hat.

  • Erschöpfte Menschen sehen einen intensiven Tag hinter sich.
  • Depressive Menschen sehen einen sinnlosen Tag vor sich.

Wie können Sie dem depressiven Tag entkommen?

Am besten gleich zu Beginn. Das uralte Sprichwort „Sich regen bringt Segen“ ist heute so wahr und aktuell wie schon immer.

Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie liegenbleiben oder aufstehen. Auch wenn Sie meinen, Sie könnten momentan nichts entscheiden: In Wirklichkeit entscheiden Sie sich für einen destruktiven Tag, wenn Sie sich nicht fürs Aufstehen entscheiden.

So ist eine nicht für eine Handlung getroffene Entscheidung in ihrer Auswirkung eine Entscheidung gegen den aktuellen Tag.

Menschen, die ein Gefühl der Gefühllosigkeit beschreiben, bringen damit ihre Haltung zum Ausdruck: horizontal, wie in Narkose.

So beenden Sie die Destruktivität für heute – und morgen erneut

  • Machen Sie sich Ihre Lage ohne Horizont und Perspektive klar
  • Entscheiden Sie sich für das Aufstehen
  • Stehen Sie auf
  • Sehen Sie aus dem Fenster. Das Wetter spielt für Ihr Befinden keine Rolle.
  • Kultivieren Sie sich: Bad, Frühstück
  • Fragen Sie sich frühestens am Nachmittag nach Ihrem Befinden
  • Am Nachmittag: Sollte das Befinden nicht herausragend sein, so ist das normal.

Immer wieder ganz passabel

Immer wieder ganz passabel ist die Formel für ein glückliches Leben.

Ruine© Johannes Faupel
Außer sich sein
Stop© Johannes Faupel
Unterschiedsbildung durch Farbwahrnehmung© Johannes Faupel
Zwei Beobachter im Aussichtsturm
Wolken roter Himmel© Johannes Faupel
Boje Meer Wasser
Mensch als Maschine?
Helfersystem Klinik© Johannes Faupel
Depression ist keine harte Nuss© Johannes Faupel
Entscheidung – auf dem Weg bleiben oder nicht© Johannes Faupel
Herz Farbe
Depressives Muster
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Depression loswerden
Sport wirkt wie Antidepressiva
Antidepressiva
Sich selbst wie den letzten Dreck behandeln
Dunkle Wolken Himmel Sonne Horizont© Johannes Faupel
Unterschiede Depression Burnout-Syndrom
Kind lacht
Depression ist Überlast
Johannes Faupel

Johannes Faupel

Autor: Johannes Faupel
Position: Partner im Zentrum für systemische Supervision Frankfurt