Depressives Muster

Depressive Denkmuster und Assoziationen führen zu depressiver Simmung

Depressive Muster führen zur Depression

Wer depressive Menschen nach ihren Wünschen befragt, kann in vielen Fällen Wünsche und Erwartungen wie hier aufgezählt hören. Solche Aussagen sind vollkommen verständlich – aber die Zielvorstellungen sind mit dem Leben nicht vereinbar. Sie haben keinen Anschluss an das Leben, deshalb wirken sie entmutigend.

Depressive fühlen sich nicht selbstwirksam, sie vermuten das Leben außerhalb von sich

Wie Sie sehen, sind dies Formulierungen, die ein glückliches Leben außerhalb der Personen vermuten lassen. Die anderen Menschen müssten nur endlich die richtigen Tabletten oder Therapien erfinden. Der Luftdruck oder die Weltlage sollte sich ändern. All das wird kaum eintreten. So bleibt der Mensch in der Depression.

Welche Muster führen in Depressionen und stabilisieren sie?

  • Die Vorstellung, die Welt wäre einem die Lösung des eigenen Lebensproblems schuldig, ist ein Depressionsmuster.
  • Die Idee, man habe es deutlich schlechter als andere erwischt, ist vom Muster und der Wirkung her depressiv.

Solche Vorstellungen erzeugen Depressionen. Wer als Berater, Therapeut usw. die Klienten / Patienten in der Idee unterstützt, dass überwiegend oder sogar ausschließlich von außen eine Art von Heilung kommen würde, stabilisiert das Problem. Damit erfährt der depressive Mensch die falsche Bestätigung, dass er nichts oder wenig zur Verbesserung seines Lebens beitragen kann.

Die anderen haben es gut – ich bin im Nachteil: typisches depressives Muster

Menschen in depressiven Phasen haben ein zutiefst destruktives und sie selbst demotivierendes Grundmuster. Die Welt da draußen scheint ihnen etwas schuldig zu sein. Damit wir uns richtig verstehen: Natürlich ist die Umgebung eines jeden Menschen im Idealfall sicher vor größeren Gefahren, und ein System aus zugewandten Personen steht zur Verfügung. Doch je mehr die Welt investiert, desto mehr geht verloren von aller Energie und Zuwendung, versickert im Boden des Umfeldes.

Depressive Muster im Helfersystem

Der depressive Grundgedanke im Helfersystem: Guter Zuspruch, Pharma oder Therapiekunst heilen den Menschen. Bei Personen mit rezidivierenden depressiven Phasen tauchen immer wieder dieselben Phänomene auf:

„Ich muss noch einmal zur Therapiestunde gehen oder die Medikation verbessern lassen, damit die Therapie gegen die Depression wirkt. Oder: meine Familie hat sich noch nicht genug angestrengt.“ (depressives Muster)

Sobald das Helfersystem seine eigenen Grenzen anerkennt, befreit es sich von Allmachtsphantasien. Es sind bei allem guten Willen und aller fachlichen Profession überwertige Ideen von Wirkmächtigkeit über die Depression und damit über die Person, die sich als depressiv präsentiert.

Lesen Sie hierzu auch den Text über das Dilemma der Depression.

Johannes Faupel

Johannes Faupel

Autor: Johannes Faupel
Position: Partner im Zentrum für systemische Supervision Frankfurt

Ruine© Johannes Faupel
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Stop© Johannes Faupel
Unterschiedsbildung durch Farbwahrnehmung© Johannes Faupel
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